Energie von Mensch zu Mensch: Wo stehen wir?

Wenn man genau hinschaut, erkennt man die Solarpaneele aus dem Flugzeugfenster. Oft findet man sie im ländlichen Raum, wo die Häuser in kleinen Gruppen zusammenstehen. Hier wird die Energiezukunft schon heute gelebt: Menschen nutzen ihre Dachflächen, um Strom zu produzieren. Einen Teil der produzierten Energie verbrauchen sie selbst, den anderen speisen sie ins Netz ein. Wir möchten noch einen Schritt weiter gehen und die Einzelkämpfer von heute zu Gemeinschaftskämpfern von morgen machen. Von oben aus dem Flugzeug erkennt man, warum das nötig ist.

Die Energieversorgung dahin holen, wo sie gebraucht wird

Die Energielandschaft besteht heute aus großen zentralen Kraftwerken und einer steigenden Anzahl an kleinen Produzenten. Aus diesen Produzenten werden zunehmenden Prosumenten, also Produzenten, die einen Teil ihres eigenen Bedarfs selbst decken. Betreiber von Solaranlagen sind das beste Beispiel. Von oben erkennt man das Potenzial: Gerade auf dem Land muss die Energie weite Strecken zurücklegen, um in Dörfer und Siedlungen zu gelangen. Gleichzeitig nimmt die Ausstattung mit Solaranlagen gerade im ländlichen Raum ständig zu. Statt mit den Solaranlagen aber den eigenen Bedarf und den der Häuser in der Nähe zu decken, wandert der Überschussstrom ins Stromnetz. Im Gegenzug muss zu Lastzeiten Strom aus der alten, zentralisierten Struktur zugekauft werden. Er kommt dann, je nach örtlicher Versorgungsstruktur aus fossilen Energieträgern. Und das selbst dann, wenn man für Ökostrom bezahlt.

Bei shine möchten wir die schon jetzt vorhandenen, regionalen Strukturen nutzen und sie miteinander vernetzen. Wir nennen dies die regionale Energiezukunft: Statt überschüssigen Solarstrom ins Netz einzuspeisen, wird er vor Ort an andere Mitglieder der Gemeinschaft verteilt. Zusammen können sich die Mitglieder dieser Gemeinschaften somit Stück für Stück von der Abhängigkeit von großen Energieversorgern lösen. Statt bei Bedarf also dreckigen Strom aus fossilen Quellen einzukaufen, sorgen Menschen zunächst untereinander für Versorgungssicherheit.

Technische und gesetzliche Voraussetzungen müssen erst noch geschaffen werden

Wie realisieren wir diese Vision? Der erste Schritt ist bereits getan. Mittlerweile liegt die installierte Solarleistung in Deutschland bei 40 Millionen GW. Und es wird täglich mehr. Auch Privatleute rüsten ihre Häuser zunehmend mit Solaranlagen aus. Von oben, beim Blick aus dem Flugzeug, können wir das sehen.

Die Regularien zur Einspeisung von Strom ins Stromnetz sind allerdings streng. Dies hängt mit der Empfindlichkeit des Netzes gegenüber Schwankungen zusammen. Obwohl täglich neue Solar- und Windkraftanlangen ans Netz gehen, muss die Stabilität im Stromnetz garantiert werden. Deshalb gilt für Solaranlagen mit einer Kapazität von mehr als 30 kW die Pflicht zur Installation eines Rundsteuerempfängers, der das Abschalten der Einspeisung bei zu hoher Netzbelastung erlaubt. Damit Menschen ihren selbst produzierten Strom mit Nachbarn teilen können, müssen also zunächst die infrastrukturellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Bis dahin setzen wir mit dem shine Energiemanager auf die Optimierung von Produktion und Verbrauch in den Haushalten.

Der erste Schritt ist die Eigenstromoptimierung

Bei der Eigenstromoptimierung geht es vor allem darum, den selbst produzierten Strom möglichst sinnvoll zu nutzen. Betreiber von Solaranlagen kennen das Problem: Die Anlage produziert den Strom häufig genau dann, wenn er nicht gebraucht wird. Ein Großteil der Kapazität der Solaranlage verpufft deshalb, weil der Überschussstrom ins Stromnetz eingespeist wird. Die einfachste Lösung ist deshalb, den selbst produzierten Strom dann zu verbrauchen, wenn er anfällt. Der shine Energiemanager hilft dabei. Außerdem unterstützt er das Einbinden von Speicherlösungen wie Heizstäben und Solarspeichern, die den Eigenstromverbrauch zusätzlich erhöhen können.

Die schon jetzt vorhandene Struktur, die wir von oben aus dem Flugzeug sehen, unterstützen wir somit heute bereits dabei, den ersten Schritt in Richtung Energiezukunft zu gehen. Und was die Zukunft bringen wird, ist klar: regionale Energiegemeinschaften, die sich gegenseitig mit 100% grünem Strom versorgen.

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