Frühjahrsputz auf dem Dach – Die PV-Anlage fit für den Sommer machen

Der Winter ist nun endgültig vorbei, die Uhren sind auf Sommerzeit umgestellt und die Erträge für Photovoltaikanlagen steigen wieder. Meist wird behauptet, dass mit der Anschaffung einer PV-Anlage keine weiteren Wartungskosten anstehen. Doch gehen die natürlichen und industriellen Einflüsse in der Luft wirklich spurlos an den Modulen vorbei?

Auch die Selbstreinigungsfunktion von PV-Anlagen wird immer wieder als großer Vorteil hervorgehoben. Doch dieser Effekt reicht oft nicht aus, um Ablagerungen zu verhindern. Menschen mit schrägen Dachfenstern werden das Problem kennen, denn putzt man diese Fenster lange Zeit nicht, kann man immer schlechter durch sie hindurchsehen. Regen, Schnee und Wind halten sie leider nicht sauber. Deswegen sollten auch die Solarmodule wenigstens einmal im Jahr gereinigt werden.

Was sollte überprüft werden?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, Reinigungs- und Wartungsarbeiten vom Fachmann durchführen zu lassen. Insbesondere bei Dachanlagen sind Kletteraktionen gefährlich und die falsche Reinigung oder die Beschädigung können die Garantie erlöschen lassen. Wenn der Solarteur des Vertrauens gefunden ist, kann ein mehrjähriger Wartungsvertrag helfen, den Ertrag der Anlage langfristig zu sichern. Ein Augenmerk sollte bei der jährlichen Wartung auf die folgenden Bereiche gelegt werden:

  • Modul- und Anlagenkontrolle außen
  • Reinigung
  • Inhaustechnik
  • Dokumentation

Kontrolle der PV-Anlage außen

PV-Anlagen arbeiten im Freien und sind verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Demnach gibt es bei der Wartung eine Vielzahl an technischen Details zu überprüfen. Vom Fachmann kontrolliert werden sollten die elektrischen Daten (U-I-Linie), der Blitzschutz und stichpunktartig die Anschlussdosen der Module. Des weiteren sollten Referenzsensoren frei zugänglich und sauber sein und überprüft werden, ob Schrauben und Stecker fest sitzen. Ein erfahrener Solarteur sollte die wichtigsten Punkte kennen und die Arbeiten ordnungsgemäß durchführen können.

Sauber halten

Ob Blütenstaub im Frühjahr, Blätter im Herbst oder Vögel, die ganzjährig ihren Kot auf der Solaranlage hinterlassen: Schmutz lagert sich nahezu immer auf der Anlage ab. Einige Photovoltaikexperten empfehlen die Reinigung der Anlage einem Profi zu überlassen. Je nach Lage der Anlage kann durchaus auf eigene Gefahr mit den richtigen Utensilien geputzt werden. Dies gilt vor allem für freistehende Anlagen. Dabei gibt es einige wichtige Regeln zu beachten:

Dosdonts

Innen nicht vergessen

Neben den Modulen und der dazugehörigen Technik sollte bei einer Wartung auch der innenliegende Teil der PV-Anlage nicht vergessen werden. Im Keller oder unter dem Dach befindet sich meist der Wechselrichter. Hier sollte ein besonderes Augenmerk auf der Kontrolle von Anschlüssen und Sicherungen liegen. Daneben befindet sich auch immer häufiger eine Solarbatterie. Je nach Bauart gibt es verschiedene Wege, um den Betriebszustand zu überprüfen.

Bleibatterie

Bei einer Bleibatterie muss die Entlüftung kontrolliert werden. Auch der Säuregrad und der Wasserstand gehören zur regelmäßigen Kontrolle. Bei Bedarf muss man destilliertes Wasser nachfüllen.

Lithium-Ionen-Batterie

Lithium-Ionen-Batterien erfreuen sich steigender Beliebtheit. Hier sollte die Solarbatterie in Augenschein genommen werden: Tritt Flüssigkeit aus und stimmen die Betriebswerte?

Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass sich unter den Wartungsbetrieben leider auch schwarze Schafe befinden. Seid wachsam und achtet darauf, dass die oben genannten Bereiche abgedeckt werden. Dazu können wir euch diesen Beitrag des WDR empfehlen. Die Dokumentation am Schluss ist wichtig, um Mängel und Maßnahmen festzuhalten und zu schauen, ob sich eine Vertragsverbesserung nach Behebung eingestellt hat.

Für eine Modulanalyse aus der Luft empfehlen wir euch unsere Freunde von Ucair. Sie bieten Drohnenflüge über Solaranlagen an, um defekte Dioden oder ähnliches aufzudecken.

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