Was bringt Energiemanagement für Privathaushalte?

 

Mit einem Studium oder einem Lehrgang kann fast jeder Energiemanager werden. Heute sprechen wir allerdings über Energiemanager, die weniger lebendig sind. Energiemanager wie der shine Energiemanager sind kleine Computer, die privaten Haushalten dabei helfen, ihre Stromflüsse untereinander zu optimieren. Die Begriffsverwandtschaft kommt nicht von ungefähr und ist Zeichen des technologischen Fortschritts hin zu Smart Energy.

Das „neue“ Energiemanagement: vollautomatisch und ohne menschliches Zutun

Während man unter Energiemanager lange Zeit ausschließlich die entsprechende Berufsbezeichnung verstand, finden wir zunehmend Hardware unter dem gleichen Begriff. Auch unser shine Energiemanager nutzt die Bezeichnung ganz bewusst: Während der Job eines Energiemanagers darin besteht, die optimale Balance zwischen bereitgestellter und verbrauchter Energie zu finden, übernimmt ein automatischer Energiemanager einen Teil dieser Aufgaben mit Hilfe eines Algorithmus. Es ist ein Paradebeispiel für Automatisierung, die dank immer fortschrittlicherer Technologien heute auch für Privatverbraucher im Bereich der Energieversorgung verfügbar ist.

energiemanager

Was genau ist Energiemanagement?

Ganz grundsätzlich versteht man unter Energiemanagement die optimale Nutzung von Energie. Hier kommt es oft zu einem Missverständnis bei der Definition des Begriffes der Energieeffizienz. Viele Menschen setzen diese mit Energiesparen gleich, also mit der größtmöglichen Reduktion des Energieverbrauchs. Tatsächlich aber ist Energieeffizienz die optimale Bereitstellung der zur Verfügung stehenden Energie im Sinne der Verbraucher. Auch dem liegt ein grundlegender Wandel zugrunde: Während eine bewusste Nutzung von Energie viele Jahre lang nur durch Sparen möglich war, treten wir nun zunehmend in eine Zeit ein, in der Energie immer günstiger und in immer größerer Menge zur Verfügung steht. Nicht mehr die Verfügbarkeit ist also kritisch, sondern die passgenaue Verteilung der verfügbaren Energie. Dies ist die Aufgabe von Energiemanagement, aber wie funktioniert das?

So optimiert der Energiemanager euren Energiehaushalt

Durch die Messung und Auswertung der Daten lernt der Energiemanager das Verbrauchsverhalten und kann mit Hilfe von Algorithmen die Energieflüsse untereinander optimieren. Der Energiemanager lernt dabei selbstständig, welche Einstellungen für den jeweiligen Haushalt am besten sind, indem er Gewohnheiten am individuellen Stromverbrauch analysiert. Wirklich interessant ist Energiemanagement in Privathaushalten natürlich, wenn ihr eure Energie selbst produziert. Im Fall von Photovoltaik misst der Energiemanager beispielsweise die aktuelle Energieproduktion und versucht die hierdurch zur Verfügung stehende Energie möglichst intelligent auf die Verbraucher zu verteilen. So lässt sich unter anderem der Eigenstromverbrauch erhöhen, indem der Energiemanager überschüssige Energie in einer Batterie oder via Heizstab als Warmwasser zwischenspeichert.

Warum ist die Anschaffung für private Haushalte sinnvoll?

Private Haushalte müssen – genau wie Unternehmen – ein Auge auf ihren Verbrauch haben. Schließlich sind Energiekosten eine stetige Belastung für die Geldbörse und für die Umwelt. Steigende Preise für Energie aus fossilen Quellen tun ihr Übriges. Neben der vollautomatischen Zuteilung von Energie bietet Energiemanagement außerdem umfangreiche Visualisierungen. Die Vorteile einer Visualisierung haben wir euch bereits hier und hier vorgestellt.

Was sind die konkreten Vorteile von Energiemanagement für zu Hause?

    • Übersicht

Ob mit oder ohne Visualisierung: Durch die Unterstützung eines Energiemanagers erhaltet ihr eine Übersicht über die Stromflüsse in Form von Grafiken oder Tabellen und könnt somit Schwankungen und Ausreißer erkennen.

    • Übermäßiger Energieverbrauch

Nur mit der Stromrechnung lässt sich kaum mehr nachvollziehen, wie die Summe für den Verbrauch zustandekam. Mit einem Energiemanager gelingt es, übermäßigen Verbrauch zu erkennen und anschließend Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

    • Kostensenkung

Durch die optimale Steuerung durch den Energiemanager spart ihr Geld. Gleichzeitig schont ihr die Umwelt, da ihr weniger Energie benötigt.

    • Optimale Eigenstromnutzung

Betreiber von Photovoltaik- oder KWK-Anlagen können gleich mehrere Stromflüsse messen: den eigenen Stromverbrauch und die Stromproduktion der Anlage. Ein Energiemanager hilft euch bei der optimalen Nutzung des selbst produzierten Stroms. Für viele PV-Betreiber lohnt sich das: Bei Solaranlagen liegt die aktuelle Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp bei etwa 12,70 ct/kWh, während die durchschnittliche Kilowattstunde Strom für Endverbraucher etwa 28,69 ct/kWh (stand 2016) kostet.
Kompatible und zukunftsfähige Energiemangementsysteme helfen Besitzern auch auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit von großen Stromversorgen. Durch die Optimierung des Eigenstroms erhöht sich automatisch der Autarkiegrad. Mit zusätzlichen Speicherlösungen wird die Kombination aus Photovoltaikanlage und Energiemanager zu einer Komplettlösung für eure dezentrale Energiezukunft.

2 Kommentare zu „Was bringt Energiemanagement für Privathaushalte?

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