Der shine 3-Punkte-Plan für Ihre Energieunabhängigkeit

Herkömmliche Energieversorger mit dem Ansatz der zentralen Stromproduktion und -verteilung sind ein Auslaufmodell. Immer mehr Menschen produzieren ihren Strom selbst, nutzen einen Teil der Energie für ihren Eigenverbrauch und speisen den Rest ins Stromnetz ein. Hieraus ergibt sich eine völlig neue Rollenzuschreibung: Energieverbraucher sind nicht mehr nur Konsumenten, sondern Produzenten und Energiemanager zugleich. Diese „Prosumenten“ nehmen die Sache selbst in die Hand und machen sich Schritt für Schritt unabhängig von den herkömmlichen Stromversorgern. Es ist die Umkehrung eines Systems, das seit über 100 Jahren existiert und sich in dieser Zeit kaum verändert hat.

Eben weil Strom aus der Steckdose für die meisten Menschen selbstverständlich ist, ist der Weg zur Energieunabhängigkeit weit und für viele unklar. Um sich unabhängig von großen Produzenten zu machen, braucht es eine ganz neue Beziehung zu Energie: Wo kommt sie her? Wie wird sie produziert? Wie kommt es, dass sie immer genau dann verfügbar ist, wenn man sie braucht?

Der shine 3-Punkte-Plan zur Energieunabhängigkeit

Energieunabhängigkeit ist für jeden ein lohnendes Ziel. Im neuen Jahr beginnen wir hier auf dem Blog deshalb eine neue Serie. In einem Projekt begleiten wir einen Verbraucher auf seinem Weg von der Abhängigkeit von herkömmlichen Energieversorgern zur vollen Energieunabhängigkeit. Wir nennen dies den shine 3-Punkte-Plan zur Energieunabhängigkeit.

Dabei durchlaufen wir drei Schritte: Das Erkennen der Abhängigkeit, das Wiedererlangen der Kontrolle über die Energieversorgung und schlussendlich die Steigerung der Unabhängigkeit:

1.) Erkennen der Abhängigkeit: Im ersten Schritt werden sich Konsumenten darüber bewusst, woher Strom eigentlich kommt und welche Vor- und Nachteile eine solche klassische, zentralisierte Stromversorgung hat. Die meisten Verbraucher haben gar keine Beziehung zu Strom, sondern nehmen ihn als unsichtbare Selbstverständlichkeit, die jederzeit zu einem bezahlbaren Preis verfügbar ist. Ohne ein Bewusstsein für den Wert von Energie und für die Abhängigkeit von großen Stromversorgern und politischen Geschehnissen, ist Energieunabhängigkeit nicht möglich.

2.) Kontrolle: Wer seinen Strom einfach aus der Steckdose zieht und dafür einen monatlichen Abschlag an seinen Stromversorger zahlt, hat genau zwei Stellschrauben, mit denen er seine Energieversorgung beeinflussen kann: Der freie Markt, der den Wechsel des Energieversorgers erlaubt, und der eigene Verbrauch, mit dem sich die Menge an genutzter Energie regulieren lässt. Ansonsten ist der Konsum von Energie eine relativ einfache und bequeme Angelegenheit. Wer sich unabhängig von Energieversorgern machen möchte, muss nach der Erkenntnis über die Abhängigkeit allerdings zunächst die Kontrolle über Strom erlangen. Dies gelingt zum Beispiel mit teilweise selbst produzierter Energie, Stromspeichern für zu Hause und einer optimierten Eigenstromnutzung.

3.) Unabhängigkeit: Der dritte Schritt ist das Erreichen der Unabhängigkeit. Dies gelingt nur mit der nötigen Kontrolle über die Energieproduktion und über den eigenen Verbrauch. Hierauf aufbauend kann nun ein zunehmender Anteil des eigenen Energiebedarfs selbst gedeckt werden. Zum Beispiel durch eine effizientere Nutzung von selbst produzierter Energie oder durch Zusammenschlüsse mit regionalen Energiegemeinschaften.

In unserer Serie zur „Energieunabhängigkeit“, die im Januar beginnt, wollen wir Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und weisen auf Fallstricke und typische Probleme hin, denen sich Menschen aussetzen, die ihre Energieversorgung auf eigene Beine stellen möchten. Auch Ausblicke auf die Möglichkeiten der Zukunft wird es geben sowie zahlreiche Tipps, wie sich jeder Verbraucher Schritt für Schritt unabhängig vom Energieversorger machen kann.

Im ersten Teil der Serie geht es Anfang Januar um den ersten Schritt: Das Erkennen der Abhängigkeit von Stromversorgern. Hier erklären wir, wie die klassische zentralisierte Stromversorgung funktioniert, welche Vor- und Nachteil sie hat und zeigen, mit welchen Mitteln Konsumenten die Bewusstseinslücke schließen und in den ersten Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Stromversorgern gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.